Om Holmegaard Glasværk: Jacob E. Bang

Über Holmegaard Glassworks: Jacob E. Bang

Holmegaard gilt vielen als die Mutterfabrik aller dänischen Glasmanufakturen. Und das aus gutem Grund. Erstens zählt Holmegaard zu den ältesten Glasmanufakturen Dänemarks. Zweitens hat Holmegaard im Laufe der Zeit in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl renommierter Designer unzählige beliebte Glasserien produziert. Einer der ersten Designer war Jacob E. Bang.
Bang wurde 1899 in Frederiksberg geboren. Obwohl er ursprünglich eine Ausbildung zum Architekten absolviert hatte, stellte Holmegaard ihn 1925 als Zeichner ein. In den folgenden Jahren wechselte Bang dauerhaft zur Gestaltung angewandter Kunst und wurde 1928 zum künstlerischen Leiter von Holmegaard Glasværk ernannt.

Als einer der wenigen dänischen Glasdesigner hat Bang internationale Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen auf Weltausstellungen in Barcelona, ​​Brüssel, Paris und New York erhalten. Viele sehen in ihm einen Pionier des Funktionalismus im dänischen Glasdesign, und Bangs Mantra „schön, robust, praktisch und preiswert“ ist heute unter Glasliebhabern weithin bekannt. Bang prägte auch den Satz, der in den 1920er- und 1930er-Jahren die Vision der Glashütte Holmegaard unterstrich: „Jeder Däne sollte das Privileg haben, ein Glas von Holmegaard zu besitzen.“

Obwohl Jacob E. Bang in erster Linie Industriedesigner war, trug er auch maßgeblich zur Etablierung von Holmegaard Glasværk als Designunternehmen bei. Charakteristisch für Bangs Arbeit als Zeichner und künstlerischer Leiter waren unverwechselbare künstlerische Entwürfe, die sich insbesondere in Glasserien wie Opaline und Viol zeigen.
Charakteristisch für beide Serien ist, dass die Stücke trotz ihrer gelungenen Kombination aus schönem Design und hoher Funktionalität in erster Linie als ästhetische Objekte gelten können. Anders ausgedrückt: Man muss die Gläser nicht mit Wasser, Wein oder Blumen füllen, um sich an ihnen zu erfreuen. Jacob E. Bangs Werke sind seit Langem Stilikonen für viele Designer und begehrte Sammlerstücke für einen Großteil der Glasliebhaber weltweit – und das aus gutem Grund.