Schmuck war schon immer sowohl Statussymbol als auch Ausdruck des persönlichen Stils. Von der Bronzezeit bis zur vielfältigen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts erzählt Schmuck Geschichten über den Träger, die damaligen Trends und die Handwerkskunst, die hinter seiner Herstellung steckte.
Bei Harsted Antik verkaufen wir Schmuckstücke, die aufgrund ihres Designs, ihres Alters und ihrer Herstellung solche Geschichten erzählen. Unsere Auswahl spiegelt insbesondere die Entwicklung des 20. Jahrhunderts wider, mit einem Schwerpunkt auf der nordischen Formensprache und den Schmucktraditionen, die gemeinhin als einzigartig dänisch gelten.
Schmuckdesign im Wandel der Zeit
In Dänemark werden Edelmetalle seit der Antike sowohl für Schmuck als auch für religiöse Gegenstände verwendet, und so spielen Gold und Silber seit langem eine bedeutende Rolle in der Entwicklung unserer handwerklichen Traditionen.
Schmuck der Renaissance stellte oft mythologische Figuren oder Allegorien dar, und Perlen und Edelsteine zählten zu den beliebtesten Schmucksteinen dieser Zeit. Im 17. Jahrhundert, mit dem Barock, prägten theatralischere und pompösere Ausdrucksformen den Schmuck, wobei der Diamant im Mittelpunkt der Goldschmiedekunst stand. Der Neoklassizismus des 18. Jahrhunderts zeichnete sich durch einen leichten und eleganten Schmuckstil aus, und spätere, von Emotionen, Funktionalität und der industriellen Entwicklung geprägte Ideen führten zu den vielfältigen Stilen, die die Schmucktradition des 19. Jahrhunderts charakterisieren.
Vom Jugendstil bis zur Nachkriegszeit
Der Jugendstil entstand um 1900 als Gegenreaktion zur Industrialisierung. Die industrielle Massenproduktion hatte viele Alltagsgegenstände standardisiert, doch mit dem Jugendstil begannen Schmuckdesigner, sich sinnlichen Ausdrucksformen hinzugeben, die von der Natur und insbesondere vom menschlichen Körper inspiriert waren. Asymmetrie und geschwungene Linien waren typische zentrale Elemente, und die Jugendstilbewegung basierte auf der Idee, die Unterscheidung zwischen hoher und angewandter Kunst aufzuheben.
In den 1920er-Jahren erlebte der Art déco seinen Aufstieg. Geometrische Formen, farbige Steine und eine unverwechselbare Eleganz prägten fortan die Schmuckkunst. In den 1930er-Jahren stand der dänische Funktionalismus im Zeichen von Schlichtheit, Funktionalität und hochwertigen Materialien. Später avancierten einige der organisch orientierten Designer der Nachkriegszeit zu führenden Namen der modernen Schmuckkunst – im In- wie im Ausland ein Synonym für die unvergleichliche Fähigkeit der dänischen Designtradition, zeitlose Ästhetik zu schaffen.
Dänisches Schmuckdesign seit den 1970er Jahren
Struktur, Farbtupfer und bemerkenswerte Materialkombinationen prägten das dänische Schmuckdesign der 1970er und 1980er Jahre maßgeblich. Viele Schmuckträgerinnen begannen, ihreHalsketten,OhrringeUndArmbandAls Identitätsmerkmale sendeten sie deutliche Signale an die Außenwelt, unter anderem über politische Zugehörigkeiten. Seit den 1990er-Jahren hat sich dänisches Schmuckdesign in viele verschiedene Richtungen entwickelt. Gleichzeitig erlebt antiker Schmuck in unserer Zeit eine Renaissance, die von einer jungen Generation von Schmuckträgern getragen wird, die Wert auf Originalität, Qualität und Geschichte legen. Schmuckklassiker werden zudem regelmäßig von renommierten Designhäusern wie Georg Jensen neu aufgelegt.
Die Designsprache der dänischen Designer
Viele der Schmuckstücke, die Sie bei Harsted Antik finden, stammen von Designern, Goldschmieden und Silberschmieden, die heute weltweit Anerkennung genießen. Zu den bekanntesten Namen im Sortiment gehören Anton Michelsen, Georg Jensen, Hans Hansen und Niels Erik From.
Anton Michelsen
Anton Michelsen (1809–1877) gilt als Gründer einer der ältesten Silberschmieden Dänemarks. Zu Lebzeiten arbeitete er eng mit dänischen bildenden Künstlern zusammen, und sein Werk umfasst unter anderem charakteristische Broschen und grafisch gestalteten, stilisierten Emaille-Schmuck. Nach seinem Tod im Jahr 1877 wurde sein Unternehmen von seinen Nachkommen weitergeführt und avancierte bald zum Hoflieferanten. 1985 wurde Anton Michelsen von der Georg Jensen Gruppe übernommen und mit dieser fusioniert.
Georg Jensen
Georg Jensen(1866–1935) war nicht nur Designer. Er war ein visionärer Handwerker, dem es stets gelang, skulpturale Ästhetik mit Funktionalität zu vereinen. Seine Ausbildung als Bildhauer und Silberschmied verlieh seinen Schmuckstücken eine einzigartige Sinnlichkeit.
Viele der frühen Schmuckstücke von Georg Jensen waren vom Jugendstil beeinflusst. Mit organischen Linien, detailreichen Verzierungen und einer ausgeprägten Liebe zu Naturmotiven schuf er Schmuck, der bis heute zeitlos und klassisch wirkt. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen weitergeführt und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem international renommierten Designhaus. Obwohl Georg Jensen heute auch für seine Wohndesigns bekannt ist, gilt das Unternehmen vor allem als eines der weltweit einflussreichsten in der modernen Schmuckkunst.
Hans Hansen
Funktionalistische Schmuckkunst wird maßgeblich von Hans Hansen (1884–1940) verkörpert. Die Arbeiten des Designers zeichnen sich durch eine schlichte, architektonische Formensprache aus, die Mitte des 20. Jahrhunderts die Grundlage für eine neue Generation dänischer Silberschmiede bildete – darunter auch Hansens Sohn Karl Gustav Hansen. Nach dem Tod seines Vaters führte dieser das Unternehmen als Chefdesigner weiter, und 1991 fusionierte Hans Hansen mit Georg Jensen.
Niels Erik From
Niels Erik From (1908–1982) war ein vielseitiger Schmuckdesigner, der sich im Laufe seiner Karriere von romantischem Schmuck mit floralen Motiven in den 1940er-Jahren zu strengen und modernistischen Entwürfen in den 1950er- und 60er-Jahren entwickelte. Anders als Anton Michelsen und Hans Hansen wurde das Unternehmen von Niels Erik From nach seinem Tod 1982 nicht weitergeführt. Das Interesse an seinem Schmuck ist jedoch ungebrochen, und einige der beliebtesten Stücke werden rege auf dänischen und internationalen Antiquitäten- und Auktionsmärkten gehandelt.
Schmuck als Teil des Alltagslebens
Besonderer Schmuck gehört nicht nur ins Schmuckkästchen. Wenn Sie die folgenden Tipps befolgen, werden Sie schnell feststellen, dass Sie mit einem Paar wunderschöner Ohrclips von Georg Jensen oder einem der begehrten Fingerringe von Niels Erik From sowohl Alltags- als auch Festtagsoutfits im Handumdrehen aufwerten können.
• Schaffen Sie Kontraste, indem Sie Vintage-Schmuck als Ergänzung zu einem ansonsten minimalistischen Outfit verwenden.
• Kombinieren Sie verschiedene Materialien, indem Sie Gold- oder Silberschmuck mit modernen Textilien wie Leder oder Denim tragen.
• Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis der Proportionen und halten Sie den Rest Ihres Schmucks eher schlicht, zum Beispiel, wenn Sie eine große Halskette tragen.
• Vermeiden Sie es, Ihr Outfit zu überladen, und lassen Sie den Vintage-Schmuck im Mittelpunkt Ihres stilvollen Erscheinungsbildes stehen.
Stempel, Bewertung und Instandhaltung
Bei der Bewertung von Schmuck bei Harsted Antik achten wir besonders auf Design, Signatur, Material und Zustand. Stempel – wie Meister-, Stadt- und Prägestättenmarken – geben uns in der Regel Aufschluss über die Herkunft eines Schmuckstücks. Wir informieren in unseren Produktbeschreibungen stets über Gebrauchsspuren, Patina oder Reparaturen und empfehlen Ihnen, Ihre wertvollsten Schmuckstücke separat in Stoffbeuteln aufzubewahren, sie vor Nässe und Chemikalien zu schützen und Ihr Silber gelegentlich mit einem weichen Tuch oder einem geeigneten Poliermittel zu pflegen.
Schmuck sollte sowohl gut passen als auch angenehm zu tragen sein. Wir können nicht garantieren, dass unsere Auswahl für Sie mit einer Metallallergie geeignet ist, gewähren Ihnen aber selbstverständlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht für alle Käufe. Haben Sie Fragen zu unserem Schmucksortiment? Dann kontaktieren Sie uns telefonisch, per E-Mail oder besuchen Sie uns direkt in unserem Geschäft in der Store Kongensgade in Kopenhagen.