Dänisches Design, insbesondere Möbel und angewandte Kunst, etablierte sich in den 1950er- und 60er-Jahren international. Damals wurden Namen wie Arne Jacobsen, Georg Jensen und die Schmuckdesignerin Nanna Ditzel zu führenden Vertretern des sogenannten Dänischen Modernismus im Ausland. Funktionalismus, Schlichtheit und hochwertige Handwerkskunst galten auf dem internationalen Markt als modern und zeitlos zugleich.
Royal Copenhagen, Georg Jensen, Bing & Grøndahl, Holmegaard Glasværk und Aluminia sind fünf sehr unterschiedliche Marken mit verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten und Ausdrucksformen. Was sie alle verbindet, ist ein kompromissloser Anspruch an Handwerkskunst und eine Reihe von Werken, die heute als Klassiker der dänischen Designgeschichte gelten.
Royal Copenhagen
1775 wurde Royal Copenhagen unter dem Namen Den Kongelige Porcelainsfabrik gegründet. Dank der Verleihung des königlichen Privilegs durch Königin Juliane Marie erhielt die Manufaktur von Anfang an eine offizielle Anerkennung, was dem Unternehmen sowohl finanzielle Vorteile als auch ein hohes Ansehen verschaffte. Gleichzeitig erleichterte die königliche Unterstützung Den Kongelige Porcelainsfabrik die Gewinnung qualifizierter Handwerker und Künstler.
Die Manufaktur erlangte früh besondere Bekanntheit für ihr charakteristisches, von der chinesischen Tradition inspiriertes blau bemaltes Porzellan, das damals in weiten Teilen Europas sehr beliebt war. Der erste künstlerische Leiter der Manufaktur – der französische Maler und Porzellanexperte Louis Fournier – entwickelte das kobaltblaue „Fluted Blue“, das in Dänemark und weltweit bis heute sehr begehrt ist. Für viele verkörpert Royal Copenhagen die dänische Designtradition.Porzellanwenn es in seiner besten Form ist.
Bekannte Werke:
•Geriffelt Blau Geriffelt– Das erste Set von Royal Copenhagen wurde 1775 auf den Markt gebracht und wies ein handbemaltes, kobaltblaues Muster auf.
•Flora Danica– Einer der exklusivsten Rahmen der Welt, verziert mit botanischen Illustrationen und 1790 auf den Markt gebracht
•Weihnachtsteller– Jährlich veröffentlichtVerbindungsplattenmit Motiven, die vom dänischen Winter inspiriert sind; erstmals 1908 auf den Markt gebracht
Georg Jensen
Seit seiner Gründung im Jahr 1904 gilt Georg Jensen als Symbol für Modernismus und unübertroffene dänische Silberschmiedekunst. Viele der frühen Schmuckstücke des Silberschmieds waren stark von der Jugendstilbewegung beeinflusst, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa ausbreitete. Der Jugendstil zeichnete sich durch organische Linien und eine starke Naturverbundenheit aus, und Georg Jensen profilierte sich in dieser Zeit als eine der prägendsten Figuren der dänischen Handwerkstradition.
Nach Georg Jensens Tod im Jahr 1935 wurde das Unternehmen weitergeführt und entwickelte sich bald zu einer internationalen Unternehmensgruppe, die sowohl für ihre Inneneinrichtungen als auch für ihr exklusives, klassisches und zeitloses Schmuckdesign bekannt und beliebt ist.
Bekannte Werke:
•Fingerringe– Gekennzeichnet durch hohe Handwerkskunst und von Namen wie Nanna Ditzel und Henning Koppel
•Armband – Sowohl filigrane als auch markante Designs aus Sterlingsilber, die Tradition mit moderner Ästhetik verbinden.
•Broschen – Einzigartige und atemberaubende kleine Kunstwerke, oft organisch oder geometrisch geformt
Bing & Grondahl
Bing & Grøndahl wurde 1853 von den Brüdern Meyer Hermann Bing und Frederik Vilhelm Grøndahl gegründet und gilt heute weithin als eine der wichtigsten Manufakturen innerhalb der dänischen Porzellantradition.
Von Anfang an war Bing & Grøndahl für seine detailreichen Arbeiten bekannt, die oft von der Natur und dem nordischen Alltag inspiriert waren. Zahlreiche namhafte dänische Künstler und Designer – darunter Rudolf Tegner und Gertrud Vasegaard – haben im Laufe der Zeit das Sortiment von Bing & Grøndahl mitgestaltet. Insbesondere Geschirr, Figuren und Weihnachtsteller trugen maßgeblich zum weitreichenden Ruf von Bing & Grøndahl für Qualität, Originalität und Ästhetik bei. Obwohl Bing & Grøndahl 1987 von Royal Copenhagen übernommen wurde, leben der Stil und die charakteristischen Werke der Manufaktur bis heute fort.
Bekannte Werke:
•Weihnachtsteller– Jährlich erscheinende Sammelalben, die ursprünglich 1895 auf den Markt gebracht wurden, mit Motiven, die von dänischen Feiertagen und der dänischen Kultur inspiriert sind.
•Abbildungen – Lebensechte Porzellanfiguren von Tieren, Kindern und verschiedenen Szenen aus dem Alltag, unter anderem
•Reich– Fassungen mit neoklassizistischen Merkmalen, die sich oft durch Goldverzierungen und stilisierte Eleganz auszeichnen
Holmegaard Glaswerke
Die Glashütte Holmegaard nimmt seit ihrer Gründung im Jahr 1825 einen bedeutenden Platz in der dänischen Design- und Industriegeschichte ein. Damals erhielt die Witwe Gräfin Henriette Danneskiold-Samsøe die königliche Erlaubnis, in Holmegaard Mose eine Glashütte zu errichten, und inspiriert von der Glastradition insbesondere in Böhmen begann die Glashütte mit der Produktion von Flaschen und Trinkgläsern.
Im 20. Jahrhundert erlebte die Glashütte Holmegaard eine rasante Entwicklung, die auch bedeutende Kooperationen mit Designern wie Jacob E. Bang und Per Lütken umfasste. Die Glashütte ist heute insbesondere für ihre mundgeblasenen Arbeiten bekannt: die weichen, organischen Formen und das raffinierte Farbenspiel. Ein Großteil der Holmegaard-Produktion besteht aus mundgeblasenem Glas.Glashat heute Sammlerstatus erlangt und wird sowohl im privaten als auch im professionellen Kontext – national wie global – als angewandte Kunst betrachtet.
Bekannte Werke:
•Carnaby– Eine von Per Lütken in den 1960er Jahren entworfene Serie, die sich durch farbenfrohe Vasen in organischen Formen auszeichnet.
•Palette– Serie von farbenfrohen Küchengläsern und -flaschen, entworfen von Michael Bang in den 1970er Jahren
•Nr. 5– Elegante Karaffenserie aus den 1930er Jahren von Jacob E. Bang mit Werken unter anderem in Kobalt-, Amethyst- und Olivgrün
Aluminium
Von Beginn an, im Jahr 1863, spezialisierte sich Aluminia auf zinnglasierte Steingutwaren, die sogenannte Fayence, und hob sich damit deutlich von Royal Copenhagen und Bing & Grøndahl ab. Aluminia erlangte schnell Bekanntheit für seine farbenfrohen Dekorationen und entwickelte innerhalb von zwei Jahrzehnten sowohl Alltagsgeschirr als auch Dekorationsgegenstände, deren Motive von der dänischen Natur und Volkskultur inspiriert waren. 1882 wurde Aluminia Miteigentümer der Königlichen Porzellanmanufaktur und die Marke existierte bis 1969 eigenständig weiter, als die Produktion eingestellt wurde. Ein Großteil des Geschirrs der Marke ist jedoch nach wie vor bei Liebhabern von Steingut und Porzellan begehrt.
Bekannte Werke:
•Blue Edge– Robustes Alltagsgestell, das 1911 auf den Markt kam und sich durch schlichte, handbemalte Kanten in Blau auszeichnet.
•Weihnachtsteller– Jährlich erscheinende Sammlerteller aus matter oder gedämpfter, mehrfarbiger Fayence, erstmals 1908 herausgegeben
•Reliefs– Farbenfrohe Wanddekorationen aus Fayence, entworfen vom Kunsthandwerker Thorvald Bindesbøll
Warum dänisches Design kaufen?
Design ist mehr als nur Form und Funktion – es erzählt von Ästhetik, Qualität und kulturellem Erbe. Wenn Sie ein schönes Set einer Marke wie Royal Copenhagen, eine klassische Glasserie von Holmegaard oder einen Weihnachtsteller von Bing & Grøndahl erwerben, bereichern Sie Ihr Zuhause mit Wertanlage, Geschichte und Ästhetik. Die meisten von uns leben in einem hektischen Alltag. Geistig und körperlich sind wir fast immer an mehreren Orten gleichzeitig. Genau deshalb besitzen schöne Dinge im Alltag eine ganz besondere Kraft. Sie fesseln den Blick. Sie schaffen Ruhe und Freude. Und sie erinnern uns daran, dass schlichte, handwerklich perfekt ausgeführte Arbeit den Alltag auf ein neues Niveau heben kann.
Möchten Sie mehr Geschichte, Schönheit und Sinnlichkeit in Ihr Zuhause bringen? Kontaktieren Sie Harsted Antik – wir helfen Ihnen gerne, das perfekte Stück dänischen Designs zu finden.